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Waterberg und Erindi – ein Wochenende voller Highlights

Ich sitze gerade vor unserer Haustür, nachdem wir einen gemütlichen Filmabend mit „Now you can see me“ hinter uns haben – ein Film voller Magie und ich bin noch total gefangen, echt sehenswert. Genauso magisch war irgendwie war mein Wochenende, hab so viel erlebt und gesehen, aber ich fang am besten mal mit Anfang letzter Woche an…will ja nicht, dass Usakos City keinen Raum in meinem Blog findet^^ Haben neue Kinder im Center dazubekommen, so dass ich jetzt eigenverantwortlich die Drittklasskinder (6 Kiddies) „unterrichte“, macht mir mehr Spaß als davor, weil man sich zuständiger fühlt und es läuft jetzt auch geordneter ab – da blüht mein Pädagogenherz auf Krass war, wie die anderen Centerkids auf die Neuen reagiert haben…viele haben geweint oder hatten auf einmal Schmerzen, weil sie so eifersüchtig waren, dass ihnen eventuell nun zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt werden würde – da sieht man mal, wie sensibel sie doch im Kern sind und wie wenig Liebe einige von den Kleinen wahrscheinlich zuhause bekommen. Das find ich immer wieder erschreckend…nächste Woche bin ich dann das erste Mal bei housevisits dabei, bin echt schon richtig gespannt darauf, was mich da erwartet. Aber nun zum verlängerten Wochenende: Am Donnerstag gings um 6:00 Uhr morgens mit unseren Reiseleitern Hannelie und Pete (Hannelies Papa und standfester Trinker mit verdammt guten Manieren) in einem gläsernden Bus los zum Waterberg. Unser Gefährt ist deshalb so klasse, weil man zum einen die wundervolle Landschaft von allen Seiten betrachten kann und zum anderen, sich ziemlich wichtig vorkommt, wenn einem jeder andere von draußen beim Schlafen zuschauen kann – hat ein bisschen was von Big Brother. Am Campingplatz angekommen, wollte die verbliebene Mädelstruppe gleich mal weiter zum Pool ziehen – leider war Petes Wegbeschreibung etwas unglücklich, so dass wir uns erst einmal eine geschlagene Stunde durch Sumpf und Gestrüpp (und das in Bikini und Flip Flops, obwohl man eigentlich dort bei hohem Gras mindestens feste Schuhe und dicke, hohe Socken wegen der umherziehenden Schlangen tragen sollte) kämpfen mussten, um dann festzustellen, dass wir einfach nur die Main Road geradeaus bergauf hätten laufen müssen. Witzig war, als Leonie (sie wird in diesem Blog noch häufiger erwähnt werden) Pete nach der ersten großen Verunsicherung bei der Wahl des Weges beim Anblick eines mega verotteten Hauses mit Baboons (große Affen) auf dem Dach am Telefon sagte: „Alles klar, wir habens gefunden, wir sehen das rote Dach!“ – 1. das Dach war niemals rot, ich schieb es auf eine Rot-Grün-Schwäche ihrerseits oder Hitzschlag gepaart mit unbedingter Hoffnung 2. da stand ein Schild mit „Betreten verboten“ – also entweder sind die Namibianer ein wirklich übelst sarkastischer Haufen, um so für einen öffentlichen Pool zu werben oder sie haben einfach keine Bock auf Gäste  Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, war DAS nicht der Pool, trotzdem haben wir geschlagene 10 Minuten das ganze Grundstück danach abgesucht. Ihr merkt, wir waren echt verzweifelt…als wir dann das richtige ROTE Dach gefunden hatten, kam dann aber prompt die Belohnung für die harte Wanderung – Traumpool, keine anderen Touristen, atemberaubender Ausblick auf den Waterberg und ein kaltes Bierchen. Was will man mehr? Dank der ewig strahlenden Sonne haben wir uns dann alle auch gleich mal mega verbrannt, aber um an dieser Stelle einer meiner Lieblingsbands zu zitieren „Das wars wert!!!“. Abends haben wir dann noch mit einer anderen deutschen Reisegruppe um ein Lagerfeuer gefeiert und hier der erste magische Moment – ein Mondaufgang wie er im Bilderbuche steht und dazu ein leuchtender Sternenhimmel – alles in allem ein perfekter Tag! Am nächsten Tag haben wir dann den Waterberg bestiegen ohne natürlich unser Muster der Irrwege zu vergessen – aber was tut man nicht alles, um später am Pool wieder eine gute Figur zu machen Der Waterberg schimmert in den unterschiedlichste Farben, da kommt man sich beim Wandern beim Aufstieg schon oft wie in einer Traumwelt vor. Das zweite Poolerlebnis war durch zwischenzeitlichen Regen, vielen anderen Badegästen und der Tatsache, dass ein Baboon Leonies (2.Erwähnung!) Tasche geklaut hat (er hat sie nach ein paar Metern wieder fallen lassen, anscheinend war es nicht sein Kleiderstil) etwas getrübt, aber Pete hat uns einfach leckerem Schwein und Lamm vom Grill und Shotrunden wieder aufgeheitert, so dass wir zufrieden und voll ins Bettchen gehen konnten. Den Tag drauf gings dann weiter zum Erindi-Camp – hier sollte ich viele magische Momente mit Tieren erleben, dazu gleich mehr, das erste Highlight war nämlich, dass wir kurz vor Sonnenuntergang mit unserem Glastruck beim privaten game drive stecken geblieben sind – da hat aber auch kein Anschieben mehr geholfen und Empfang hat man da auch nur ab und an, so dass alle mit Händen und Füßen das Graben angefangen haben. Das Beruhigende war, dass wir bei Versagen noch ein paar Flaschen Alkohol im Auto gebunkert hätten, das weniger Beruhigende dagegen, dass die Sonne schon am Untergehen war und man eigentlich an dieser Stelle gar nicht aussteigen hätte dürfen (immerhin gibt’s da ganz schön viele Tiere und wir sahen aus wie leckere, durchgeschwitzte Kottletts). Nach einer Stunde graben und schieben konnten wir dann wirklich wieder ohne fremde Hilfe weiterfahren – da schwillt einem schon die Brust, als wär man Superman oder so  Vorm Abendessen gabs dann noch einen Miniausflug zum nahe gelegenen Wasserloch, wo wir dann im magischen Abendlicht ein Nilpferd und einen Oryx bewundern durften. Am nächsten Morgen hieß es dann wieder früh aufstehen und den offiziellen game drive mit einem außerordentlich witzigen Tourguide mitzumachen – hatten den ganzen Monsterbus für uns und jetzt kommen auch die Tierhighlights, zu Beginn ist uns gleich mal ein Löwe mit Gattin über den Weg gelaufen. Weiterhin haben wir Strauße, Zebras, Giraffen, Kudus, Oryx und eine Riesenantilope gesehen, alles wunderbar witzig kommentiert von unserem Führer. Jetzt kommen wieder weitere magischen Momente: Haben an einem Wasserloch eine tote Giraffe gefunden, die von mehreren Krokodilen umkreist wurde. Das wär ja schon cool gewesen, aber ein Krokodil hat einfach nochmal eins drauf gesetzt…wir waren nur ein paar Meter von der Situation entfernt und durften live miterleben, wie das Krokodil mehr oder weniger im Bauch der Giraffe verschwunden ist, um sie zu vernaschen – das kann man sich einfach nicht vorstellen, das war echt der HAMMER! Im Anschluss haben wir dann auch noch den lang von uns allen ersehnten Elefanten hinter einem Busch gefunden – braun, mächtig und einfach wunderschön. Geflashed und überglücklich gings dann wieder zurück zum Campingplatz, wo wir (nachdem Leonie^^ völlig aufgeregt endlich einen lift nach windhoek gefunden hatte – Situationcomic: Wir sitzen alle schon abfahrbereit im Bus, Philipp steht auf der obersten Stufe der Eingangstür, Leonie total aufgedreht: „Ich hab einen lift, Philipp setz dich hin!“ Philipp: „Wieso?“ Leonie ganz panisch: „Weil ich mit muss! Ich hab einen lift!“ Philipp: „Dann steig doch einfach ein!“ Leonie kaum entspannter und etwas irritiert von der einfachen Lösung: „Ok.“) uns dann wieder auf den Heimweg nach Usakos gemacht haben. War wirklich ein unvergessliches Wochenende – mal sehen ob der Karneval nächste Woche das ganze noch toppen kann Bis dahin euch allen ne gute Zeit und liebe Grüße!!!

25.3.14 16:52

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Gerhard&Elena (9.4.14 18:20)
Hallo Maus,
bei deiner Weiterreise WÜNSCHEN wir DIR viiiiiieeeeeeelll SPASS und wunderschöne Momente. geniese das LEBEN!!


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