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Neues aus Usakos City

Eine weitere Woche ist vergangen und ich fühle mich schon wahnsinnig zuhause hier. Die WG wird immer mehr zur zweiten Familie und es ist erstaunlich, wie schnell man sich an Menschen gewöhnt. Ich habe versprochen, im nächsten Blog mal einzelne Personen zu erwähnen, daher nun die erste Geschichte über meine Mitbewohnerin Wenke Wir waren vor einer Woche zusammen in der Kirche, um einmal eine namibische Messe live mitzuerleben (leider kamen wir eine Stunde zu spät, aber noch rechtzeitig, um das Abendmahl mit zu feiern) – zum Glück von Wenke, die zum allerersten Mal überhaupt in einer Messe war und noch daher noch nie in den Genuss kommen durfte, Jesu Leib zu verspeisen – deshalb dachte sich Wenke, sie macht mir mal alles schön nach, um nicht negativ aufzufallen…hält sie nicht einfach die Hostie ehrwürdig in die Luft (das sah bei mir schon saublöd aus, ich hatte einfach nen Aussetzer, aber 2 mal hintereinander – die Namibier müssen denken, wir sind bekloppt) und genießt das Geschmackserlebnis, obwohl sie noch nicht mal getauft ist…“Hat sie nicht gemacht!“ (Dauerspruch unserer WG) – zur Strafe ist ihr abends dann das Jesus Bild aus´m Wohnzimmer entgegen geflogen und dabei ist das Rahmenglas zerbrochen - wenn das kein Zeichen ist wir alle hoffen jetzt mal für sie, dass auch Gottes Scherben Glück bringen und Marianne (der das Haus und somit auch das Jesusbild gehört) nie herausfindet, was „letzten Sommer“ passiert ist. Bis jetzt ist alles gut gegangen  (@Leonie: deine Zeit in meinem Blog wird noch kommen, denk nicht ich hätte dich vergessen^^) Jetzt geht’s aber erstmal weiter mit der Riverparty am Freitag. Hatte ja schon erwähnt, dass alles unter dem Motto „Indianer“ stand. Zu Beginn gabs Burger für alle am River, danach mussten die vier Stämme verschiedene Aufgaben an Stationen lösen, um dadurch alle Teile einer Schatzkarte zu erwerben. Bei der ersten Station musste ein selbstgebastelter Büffel abgeworfen werden. Die zweite Aufgabe bestand darin, den gelernten Regentanz zu zeigen – das Magische daran war, dass es abends wirklich noch geregnet war – also halbe Sachen machen wir hier nicht^^ Bei der dritten Station mussten unterschiedliche Tierspuren erkannt werden und am Ende durften die Kinder noch ihre Geschmacksknospen beim „blind-eating“ testen. Vor der Veranstaltung hatten wir alle ein bissl Bammel, weil die Kids echt oft anstrengend sind, aber ihr hättet die an diesem Tag erleben sollen…so begeistert, brav, motiviert, glücklich (was unter anderem an dem vielen Zucker gelegen haben könnte – haben im Laufe des Tages ganz schön viel selbstgemachtes Wasser- und Milcheis bekommen^^) und einfach nur zufrieden. Hat so Spaß gemacht, hatte echt Zeltlagerfeeling Als dann noch der Schatz ausgegraben werden musste, sind die Kids halb ausgerastet – wie die Ameisen, alle auf einen Haufen – wir Vorbereiter haben eine gefühlte Stunde damit verbracht, nur zuzuschauen, wie diese Masse an Kindern den Sand vor lauter Chaos und Gier immer wieder ins Loch zurückschaufelt, weil sie sooooo unbedingt diese Truhe finden wollten – sie hatten wahrscheinlich allesamt einen Zuckerschock und wollten wie Chunkies einfach mehr von diesem Endorphinpusher. Irres Bild! Am Ende waren alle voll gesättigt und happy – also Ziel erreicht! Samstag war ich dann mit den Mädels (den meisten^^ davon) in der Nachbarskneipe tanzen – von wegen Afrikaner sind die Tanzflächenkönige – WIR waren die PARTY. Wir kamen rein und keiner hat getanzt, bis wir den Laden gestürmt haben – nun haben wir ein paar Freunde mehr in Usakos  Am Tag drauf war ich dann mit Pia und Oskar beim Philipps Cave und der Bull Party – ist nur gut 40 Minuten von uns entfernt und einfach mal wieder wunderschön. Man kann sich an der Natur hier einfach nicht satt sehen. Highlight waren für mich die Giraffen, ich hätte wahnsinnig gern eine umarmt, weil die so treudoof guckn (@Bi: leider war auch kein Aufstieg möglich, ich habs echt versucht, aber die waren einfach zu schüchtern^^) Ansonsten gabs noch Kudus, Springböcke und Atilopen zu sehen – Affen und Zebras hatten leider noch keine Lust auf uns. Am Rückweg sind wir dann – dank des Regens^^ - mit Oskars Auto ohne 4-wheel-drive in einem Flussbett stecken geblieben, doch glücklicherweise waren genug Helfer unterwegs, die uns raus geschoben haben. Ich mag die afrikanische Mentalität – alle so locker und hilfsbereit. Da macht die ganze Familie halt ne kleine Flusswanderung und das Auto wird irgendwie mit Vollgas durch den River befördert – aber es klappt^^ So, die neue Woche steht jetzt unter dem Motto „Independence Week“, weil am Freitag hier „Independence Day“ ist. Als Programm im Center ist nur lockeres Singen mit Gitarre (auch ich kann mittlerweile „Lady in black“ rauf und runterschmettern^^, arbeite aber schon an neuen Songs) geplant und ab Donnerstag fährt unsere ganze Gruppe dann für ein verlängertes Wochenende zum Waterberg. Mal sehen, welche Tiere mir da noch so übern Weg laufen, freu mich auf jeden Fall schon mega! Bis dahin liebe Grüße aus dem wunderschönen Afrika!

17.3.14 23:22

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